Wissenswertes

Aller Anfang war blau

Vor über hundert Jahren gehörten Kartoffeln zum wichtigsten Lebensmittel in Deutschland: Sie waren ein fester Bestandteil auf dem Speiseplan und rund 750 Gramm wurden täglich pro Person verzehrt. Noch heute werden Kartoffeln in fast 200 Ländern der Erde angebaut. Kartoffeln haben während der letzten Jahrzehnte jedoch an Bedeutung verloren: Vielleicht weil ihnen immer noch das Image des „Arme-Leute-Essens“ anhaftete.


Daher freuen wir uns sehr über den gegenläufigen Trend: Kartoffeln sind ein enorm schmackhaftes und vielseitiges Lebensmittel. Und es ist an der Zeit, ein wenig mit den Vorurteilen aufzuräumen, die sich um sie ranken. Eines davon ist jenes, dass die Kartoffel schon immer gelb war. Ein großer Irrtum: Die Ur-Kartoffel war blau!

Die Vorteile roter und blauer Kartoffeln

Rundum fit mit bunten Kartoffeln

Blaue und rote Kartoffeln gehören bei allen, die sich bewusst ernähren wollen, auf den Speiseplan. So haben Studien ergeben, dass blaue Kartoffeln sich positiv auf den Blutdruck auswirken, das Immunsystem stärken und die Nerven beruhigen können. 

Pflanzenfarbstoffe Anthocyane

Bunten Kartoffelsorten wie Blauer Schwede, Salad Blue oder Valfi wird Untersuchungen zufolge eine gesundheitsfördernde Wirkung zugesprochen. Dafür verantwortlich sind die natürlichen Pflanzenfarbstoffe „Anthocyane“, die zur blauen Färbung von Obst und Gemüse beitragen. Sie sind auch in Blaubeeren, Kirschen, Brombeeren, Heidelbeeren, Auberginen, schwarzen Johannisbeeren, blauen Trauben oder Holunderbeeren reichlich vorhanden und gelten als Radikalfänger und sollen das Krebsrisiko mindern.

Kartoffeln sind Schlankmacher

Kartoffeln machen eine gute Figur

Kartoffeln haftet immer noch der Vorwurf an, dick zu machen. Tatsächlich handelt es sich bei der Kartoffel um ein kalorienarmes und nährstoffreiches Lebensmittel, das zu 75 Prozent aus Wasser besteht. Es liefert hochwertiges pflanzliches Eiweiß, Vitamin C und B-Vitamine, Magnesium, Kalium, Kalzium und Folsäure. Die Kohlenhydrate der Kartoffel sind leicht verdaulich. Um all diese wertvollen Inhaltstoffe zu erhalten, ist es wichtig, Kartoffeln schonend zu garen und nicht zu lange im Wasser liegen zu lassen. Die echten Dickmacher hingegen sind Pommes und Chips: Auf diese sollte tunlichst verzichtet werden, wenn’s um eine gute Figur geht.

Die Unterscheidung der Kocharten

Kocheigenschaften von Kartoffeln

Mit diesen Tipps gelingt Ihnen jedes Kartoffelgericht:


Festkochende Sorten haben den geringsten Stärkegehalt und bleiben auch nach dem Kochen schön fest. Sie sind ideal für Salate, Pellkartoffeln oder Gratins, aber auch für Bratkartoffeln oder Chips. (Typ A, A-B) 

 

Vorwiegend festkochende Sorten sind vielfältig einsetzbar wie etwa für Salzkartoffeln, Bratkartoffeln, Eintöpfe, Aufläufe, Pommes und Chips. Sie sind von mittlerer Festigkeit und ideal für Beilagenkartoffeln aller Art. (Typ B-A, B)

 

Mehlig kochende Sorten zerfallen beim Kochen fast von alleine und eigenen sich gut für Püree, Gnocchi, Suppen, Knödel, Kroketten, Reibekuchen oder Ofenkartoffeln. Es handelt sich dabei oft um Kartoffeln mit spätem Erntezeitpunkt. (Typ B-C, C)

 

Eine Spezialform bilden die schnell kochenden Sorten: Diese Kartoffeln mit der Bezeichnung „Mayan“ zeichnen sich durch eine um rund ein Drittel kürzere Garzeit und eine vielfältige Verwendungsmöglichkeit aus.

Kartoffeln lieben´s luftig

Kartoffeln richtig lagern

Kaum zu glauben: Kartoffeln sehen robust aus, sie sind aber echte Sensibelchen, wenn es um die richtige Lagerung geht. Kartoffeln mögen es dunkel, aber nicht zu kalt. Luftig, aber nicht luftdicht. Für die Lagerung zuhause raten wir Ihnen, die Kartoffeln in einem Korb oder Jutesack im gut durchlüfteten Keller oder einer gekühlten Speisekammer aufzubewahren. Die optimale Temperatur liegt zwischen 5 und 8 Grad, jedoch ist der Kühlschrank nicht zur Lagerung von Kartoffeln geeignet. Kartoffeln lieben außerdem eine hohe Luftfeuchtigkeit zwischen 80 und 90 Prozent.

Optimal: Luftig, kühl und feucht

Werden Kartoffeln zu kalt gelagert, wandelt sich die Stärke in Zucker um und die Knollen schmecken süßlich. Bei Lichteinwirkung bildet die Kartoffel grüne Stellen. Diese enthalten den Giftstoff Solanin, der auch durch Kochen und Erhitzen nicht zerstört wird. Daher diese Stellen großzügig entfernen. 

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